Mittwoch, Dezember 13, 2006

Tabakrauch so gefährlich wie Asbest

Kommen jetzt doch Rauchverbote?
Heute hat sich die Bundeskanzlerin mit den 16 Ministerpräsidenten der Bundesländer getroffen. Ziel ist es, den Nichtraucherschutz zu verbessern und vor allem einheitliche Regelungen zu schaffen. In keinem Falle soll es in den einzelnen Ländern unterschiedliche Verordnungen geben. Schon jetzt ist aber klar, in allen Bereichen, für die der Bund zuständig ist, soll rasch gehandelt werden. In allen Einrichtungen des Bundes soll künftig ein Rauchverbot gelten. Das gilt für die Bahn genau so, wie für Bundesgerichte und die Agenturen für Arbeit. Wenn Raucher auf Langsteckenflügen ohne Zigaretten auskommen, werden sie das sicher auch bei einer Bahnfahrt schaffen, so lautete der Kommentar der Gesundheitsministerin. Gestritten wird noch darüber ob spezielle Raucherwaggons zur Pflicht werden, oder ob ein generelles Rauchverbot kommen wird.
Ein umfassender Nichtraucherschutz sei dringend notwendig, sagte die Gesundheitsministerin, denn täglich sterben über 300 Menschen an den negativen Folgen des Tabakrauchs. Die Zeiten freiwillger Vereinbarungen müssen daher endlich vorbei sein. Wenn jetzt die Länderchefs mitziehen kann der Nichtraucherschutz erheblich verbessert und die Gefahren des Passivrauchens können eingeschränkt werden. Denn Rauchverbote in Schulen, Krankenhäusern, Kindergärten und gastronomischen Betrieben sind Ländersache.
Auch der Verbraucherschutzminister begrüsste das Treffen mit den Ministerpräsidenten. Tabakrauchen, sagt er, ist genau so gefährlich wie Asbest, und das habe der Gesetzgeber schon 1993 verboten.
Jetzt soll die Arbeitsgruppe von Bund und Ländern gemeinsame Standards erarbeiten und vor allem die Zuständigkeiten klären. Ziel müsse es sein, endlich den Gesundheitsschutz der Menschen zu verbessern. Fakt ist zudem, dass inzwischen weit über zwei Drittel der Bevölkerung strikte Rauchverbote befürworten.

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Mittwoch, Dezember 06, 2006

Schlechte Zeiten für blauen Dunst

Schlechte Zeiten für Raucher brechen ab dem 1. Januar 2007 im beschaulichen Städtchen Illingen im Saarland an. Dort hat der Bürgermeister dem blauen Dunst den Kampf angesagt. In Schulen, Turnhallen, Fluren, Hallenbädern und Umkleideräumen ist bereits jetzt das Rauchen verboten.
Ab dem 1. Januar hat er ein generelles Rauchverbot in allen öffentlichen Gebäuden erlassen, wenn Veranstaltungen mit Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren stattfinden. Auch Sportveranstaltungen in kommunalen Einrichtungen fallen darunter. Angesichts der schwerwiegenden Folgen für Passivraucher sieht der Bürgermeister das einfach als Gefahrenabwehr.
Er will sogar noch einen Schritt weitergehen und alle Zigarettenautomaten aus öffentlichen Gebäuden entfernen. Automaten, bei denen nur mit Karte gezahlt werden kann, erhalten noch eine Übergangsfrist. Danach sollen auch diese ganz verwschwinden.
Ab dem 1. März 2007 soll auch in der Mehrzweckhalle nicht mehr graucht werden dürfen. In Ausnahmefällen kann eine Raucherlaubnis erteilt werden, aber nur dann, wenn Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren nicht zugelassen sind.
Fazit: Ein Bürgermeister, der die Gefahren des Passivrauchen ernst nimmt, und es nicht nur bei leeren Worten belässt!

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Freitag, Dezember 01, 2006

Rauchverbot kommt auch bei uns

nur leider nicht in der Form wie in anderen europäischen Ländern. Die Zagarettenlobby hat sich wieder einmal durchgesetzt. Die Arbeitsgruppe der grossen Koalition habe sich auf einen mehrheitsfähigen Kompromiss geeinigt, lautete der Kommentar der Gesundheits-Staatssekretärin Marion Caspers-Merk. Ein durchgehendes Rauchverbot, das die Menschen vor den negativen Folgen des Passivrauchens schützen kann, ist auf der Strecke geblieben.
Ein grundsätzliches Rauchverbot soll danach nur für alle öffentlichen Gebäude, für Krankenhäuser, für öffentliche Verkehrsmittel und für Restaurants beschlossen werden. Es soll dann nur noch in separaten Raucherräumen geraucht werden dürfen. Diese müssen mit Türen versehen sein, damit sie vom Nichtraucherbereich abgegrenzt werden können. Ein Lichtblick: In Schulen soll es solche Raucherräume nicht geben.
Vom geplanten Rauchverbot sollen Kneipen und Bierzelte, Bars und Nachtclubs ausgenommen werden.
Laut Aussage der Politiker, sei mit diesem Kompromiss ein Weg gefunden worden, der zum einen den Nichtraucherschutz deutlich verbessern werde und zum anderen die zur Durchsetzung notwendige Mehrheit finden werde.
Caspers-Merk hätte gerne weitergehende Verbote durchgesetzt, was aber politisch momentan nicht möglich sei. Zudem stehe es jedem einzelnen Bundesland frei, die einheitliche Regelung des Bundes weiter zu verschärfen. In jedem Falle sollen Gastronomiebetriebe schon von aussen den Gast darauf aufmerksam machen, was ihn erwartet.
Andere Länder gehen da viel rigider vor. Ab Juli 2007 gilt in England ein Rauchverbot für alle öffentlichen Einrichtungen. Ausnahmen für Gastronomiebetriebe, die kein Essen anbieten, sind nicht vorgesehen. In Wales wird ein ähnliches Gesetz zum Schutze der Nichtraucher am 2. April wirksam.
In vielen anderen Ländern, wie Irland, Finnland, mehreren US-Staaten, Schottland, Italien, Schweden, Norwegen, Spanien, Neuseeland und Südafrika gelten längst strikte Rauchverbote in Kneipen, Kinos, Restaurants und anderen Orten, die öffentlich zugänglich sind.