Donnerstag, Oktober 12, 2006

Keine Light Zigaretten mehr

Eine derbe Niederlage mussten die US-Tabakkonzerne vor einem US-Bundesgericht einstecken. Eine Bundesrichterin entschied, dass Zigaretten Krankheit und Tod verursachen und die Raucher von den Konzernen über Jahrzehnte belogen und die Gefahren des Rauchens verharmlost wurden. Zukünfig müssen die Tabakkonzerne ehrlicher werden und in Anzeigen und auf Webseiten die Gefahren des Rauchens berichtigend darstellen.
Die Bezeichnungen light und mild seien irreführend und dürfen ab dem 1. Januar 2007 nicht mehr verwendet werden. Auch Angaben, wie natürlich und wenig Teer wurden untersagt. Inzwischen wisse man, dass so genannte Light-Zigaretten genauso gefährlich seien wie normale Zigaretten.
Eine Strafe wurde gegen die Konzerne nicht verhängt, sie müssen aber die Kosten des Verfahrens tragen.
Die klagende Behörde, das US-Justizministerium, nahm die Entscheidung mit Genugtuung auf, bedauerte aber, dass die Konzerne nicht zu einer drastischen Strafe verurteilt wurden.
Auch die Amerikanische Gesellschaft für Herzkrankheiten bezeichnete die Strafe als zu gering, zeigte sich aber zugleich sehr erfreut darüber, dass mit dem Urteil die durch das Rauchen entstehenden Gefahren von Herz-Kreislauf-Erkrankungen verdeutlicht wurden.

Mittwoch, Oktober 11, 2006

Rauchverbot: Deutschland hinkt hinterher

Das Rauchverbot ist ein Segen für die betroffenen Mitarbeiter
Bereits nach nur zwei Monaten hat sich die Gesundheit der Kellner in Schottlands Gaststätten wesentlich verbessert. Über brennende Augen und Atemwegsprobleme klagt nur noch jeder zweite. Mediziner sind von diesem Ergebnis total überrascht.
Im renommierten Fachjournal Journal of the American Medical Association wurde unlängst eine Studie von Forschern der britischen University of Dundee veröffentlicht. Knapp 80% der untersuchten Kellner und Kellnerinnen litten vor Einführung des Rauchverbots an brennenden Augen, Atemwegsproblemen oder Irritationen in Hals und Nase. Bereits ein Monat nach Einführung des Rauchverbots waren nur noch 53% der Mitarbeiter davon betroffen. Wiederum einen Monat später litten nur noch 49% unter den Auswirkungen des Passivrauchens. Auch die Blut- und Lungenwerte der untersuchten Personen hätten sich drastisch verbessert, der Nikotingehalt im Blut dagegen sei gesunken.
Obwohl die Studie nur auf den Daten von 77 untersuchten Mitarbeitern basiert, bestätigt sie doch, was in anderen Ländern nach Einführung des Rauchverbots zu Tage getreten ist.
In Italien hatten sich nach dem Rauchverbot nach ersten medizinischen Untersuchungen die Anzahl der Herzinfarkte bei Personen unter 60 Jahren spürbar verringert.

Die in Deutschland gegen das Rauchverbot vorgebrachten Argumente erweisen sich als überaus haltlos. In anderen Ländern werden die Gesetze, die das Rauchen in Bars und Gaststätten verbieten, von der Bevölkerung zum grossen Teil akzeptiert. Ein Rückgang der Einnahmen von Gaststätten und Restaurants ist nicht festzustellen. Manche Gastronomiebetriebe haben ihre Umsätze in rauchfreier Umgebung sogar verbessert.

Bereits 2004 wurde in Irland ein komplettes Rachverbot für gastronomische Betriebe erlassen. Wie das deutsche Krebsforschungsinstitut unlängst festgestellt hat, sind Umsatzeinbussen nach der Einführung des Rauchverbots nicht feststellbar. Der überwiegende Teil der Iren befürwortet inzwischen die Einführung des Rauchverbots.
Nur in Deutschland gibt es erst wenige Gaststätten, die komplett rauchfrei sind. Der gefährliche Feinstaubanteil ist dort achtmal geringer als in verqualmten Gaststätten.

Dienstag, Oktober 10, 2006

Rauchverbot beschlossen

leider nur in Frankreich. Ab dem 1. Februar 2007 kommen auf Frankreichs Raucher harte Zeiten zu. In den meisten öffentlichen Einrichtungen, in Bahnhöfen und Flughäfen, in Schulen und Ämtern ist das Rauchen ab diesem Zeitpunkt verboten. Wer sich nicht daran hält, wird kräftig zur Kasse gebeten.
Für Cafes, Restaurants und Diskotheken soll eine Übergangsfrist bis zum 1. Januar 2008 gelten. In der Gastronomie müssen bis dahin spezielle Raucherräume eingerichtet werden. Der Verstoss gegen das Rauchverbot soll bis zu 150 EUR kosten.
An den Folgen des Passivrauchens sterben in Frankreich bis zu 5.800 Menschen im Jahr. 66.000 Raucher sterben jährlich in Frankreich an den Folgen der Tabaksucht.
In Deutschland hingegen hat die Tabak-Lobby glatt gesiegt. Unsere Politiker werden von der Tabakindustrie gesteuert. Die grossen Parteien wollen offensichtlich einem generellen Rauchverbot in deutschen Gaststätten nicht zustimmen. Der neuste Entwurf für ein betreffendes Gesetz basiert auf einem Positionspapier des Verbandes der Cigarettenindustrie.
Es scheint als sicher, dass sich die Zigaretten Lobby wieder einmal durchgesetzt hat. Ein Rauchverbot wie in vielen anderen Ländern wird es in Deutschland wohl in absehbarer Zeit nicht geben.