Dienstag, August 08, 2006

Rauchverbot Politiker fordern abschreckende Bussgelder

Politiker fordern abschreckende Geldbussen zur Durchsetzung des Rauchverbotes und wollen dafür Gastwirte in die Pflicht nehmen. Gast und Gastwirt sollten bei Verstössen am besten sofort bestraft werden. Beide, weil sonst kaum ein Anreiz bestehe, das Verbot auch wirklich durchzusetzen.
Während einige Politiker eine straffreie Übergangszeit für angebracht halten wollen andere hingegen sofort Bussgelder bei Verstössen gegen das Rauchverbot verhängen.
In anderen Ländern ist das längst so. Bereits 2004 wurde in Irland das Rauchverbot erlassen. Bis zu 3.000 Euro kann ein Verstoss dagegen kosten. In den irischen S-Bahnen sind Aufkleber angebracht, auf denen beim Verstoss gegen das Rauchverbot 500 Euro Strafe oder Haft angedroht wird.
Auch in Italien herrscht seit Januar 2005 in Bars, Restaurants, Kneipen, Diskotheken und Büros ein Rauchverbot. Es gibt nur dann Ausnahmen, wenn es separate Raucherräume gibt. Gastwirte müssen rauchende Gäste anzeigen, sonst drohen den Wirten Strafen bis zu 2.000 Euro, Gäste müssen bei Verstössen bis zu 250 Euro bezahlen.
In Norwegen hingegen muss nur der Gastwirt zahlen, der rauchende Gast hingegen nicht. Bei wiederholten Verstössen kann sogar das Lokal ganz geschlossen werden.
In Schweden wird momentan noch nicht bestraft, wer in Gaststätten oder Restaurants raucht. Zur Zeit wird vom Personal noch freundlich auf das Verbot hingewiesen. Wer aber trotzdem weiterraucht wird zum Verlassen des Lokals aufgefordert.

Sonntag, August 06, 2006

Rauchen soll kuenftig in Gaststaetten verboten werden

In Deutschland gibt es noch rund 17 Millionen Raucher, die schon bald mit einem gesetzlichen Rauchverbot in öffentlichen Räumen und Gaststätten rechnen müssen. Dabei sind sich Gesundheitsministerin Ulla Schmidt und Verbraucherminister Horst Seehofer einig, dass das Rauchen in öffentlichen Räumen und in Gaststätten möglichst umfassend verboten werden soll.
Laut Seehofer soll es dafür in allen Parteien eine breite Mehrheit geben.

Sollte der eingebrachte Gesetzesantrag für das geplante Rauchverbot für öffentliche Räume und Gaststätten in Kraft treten, müssten zukünftig 75 Prozent der Plätze in Gaststätten rauchfrei sein.
Ein Viertel der Plätze könnte dann für Raucher abgetrennt werden.
In der Prüfung ist aber auch ein völliges Rauchverbot sowie eine freiwillige Lösung. Laut den Aussagen der Minister ist es fast sicher, dass 2007 ein Gesetz zum Rauchverbot kommen wird. Diskutiert wird lediglich noch die Frage, wie ein Rauchverbot in Restaurants und Gaststätten in der Praxis aussehen soll. Dabei wird noch über Ausnahmen für bestimmte Bars nachgedacht.

Donnerstag, August 03, 2006

Auch Seehofer fuer Rauchverbot

Nachdem bereits mehr als 130 Abgeordnete den Gesetzesantrag für ein Rauchverbot in öffentlichen Stätten befürworten, ist jetzt auch Verbraucherminister Horst Seehofer für ein Rauchverbot in Restaurants.
Er sagte der "Mitteldeutschen Zeitung", dass vom Rauchverbot bestimmt kein Restaurant zugrunde gehen werde. Das beste Beispiel hierfür sei Italien. Bereits seit 2005 gilt dort ein striktes Rauchverbot in allen Gaststätten und Restaurants.
Ganz so streng will Seehofer das vielleicht jedoch nicht geregelt sehen. In einer Cocktailbar beispielsweise könne man das ja vielleicht anders regeln.

Nichtraucher-Papst an Lungenkrebs erkrankt

Vor 23 Jahren hat der bekannte Bestseller-Autor Allen Carr, "Endlich Nichtraucher", seine letzte Zigarette geraucht. Davor hatte der jetzt 73-Jährige stark geraucht, dann aber gänzlich mit der Qualmerei aufgehört.
Jetzt haben die Ärzte bei Allen Carr Lungenkrebs festgestellt.
In der vergangenen Woche habe man Allen Carr diese Diagnose gestellt, teilte seine Firma Allen Carr's Easyway International mit. Carr und seine Familie versuchten momentan, sich auf die neue Situation einzustellen. Carr gilt weltweit als einer der erfolgreichsten Anbieter von Entwöhnungsseminaren für Raucher. Nach eigenen Angaben wurden seiene Bücher, CDs und DVDs über zehn Millionen Mal verkauft.
Bereits im Alter von 16 Jahren hat Carr angefangen zu rauchen. Über 30 Jahre lang qualmte er täglich rund hundert Zigaretten. 1983 hörte er dann schlagartig auf. Er glaubt, er wäre bestimmt schon seit 20 Jahren tot, wenn er mit dem Rauchen nicht vor 23 Jahren aufgehört hätte. Er sagte: "Seit ich das Rauchen aufgegeben habe, bin ich der glücklichste Mensch - und fühle mich immer noch so".
Man könne jedoch nicht beurteilen, ob sein früherer Nikotin-Konsum ursächlich für die Erkrankung an Lungenkrebs sei. Während seiner Arbeit als Seminarleiter mit Nikotinsüchtigen sei Carr über viele Jahre hinweg intensiv dem Passivrauchen ausgesetzt gewesen. Auch dies könne durchaus die Ursache für seine jetzt festgestellte Erkrankung sein.

Mittwoch, August 02, 2006

Nichtraucher gegen Raucher

Im Bundestag wird ein Antrag für ein Rauchverbot an öffentlichen Orten vorbereitet. Bereits mehr als 130 Abgeordnete haben einen betreffenden Antrag unterzeichnet. Das Rauchverbot soll in Kneipen, Rathäusern, Zügen, Messehallen, Unis etc. gelten. Noch in diesem Jahr, so die Forderung, soll eine Verordnung erlassen werden, die die Nichtraucher an allen öffentlichen Orten vor dem inzwischen erwiesenermassen gesundheitsschädlichen Passivrauchen schützt.
Die meisten Industriestaaten haben inzwischen Rauchverbote gegen die Zigarettenplage erlassen. Nur in Deutschland hat es die Zigarettenlobby bisher verstanden, Rauchverbote zu verhindern. Mit der Folge, dass sich die Deutschen, sonst so umwelt- und gesundheitsbewusst, weiter zunebeln lassen. Järlich sterben Tausende von Passivrauchern an den Folgen.
Ab 2007 sollen auch hierzulande für die ca. 22 Millionen Raucher ungemütliche Zeiten anbrechen. Bereits nach der Sommerpause wollen Abgeordneten, die den Antrag bisher unterstützen, kräftig an der Werbetrommel rühren und die noch fehlenden Parlamentarier gewinnen. Die Abgeordneten fordern vor allem dort eine strikte Regelung, wo Menschen unfreiwillig dem gesundheitsschädlichen Qualm ausgesetzt sind. Mitvorbereitet wurde der Antrag vom Bundesgesundheitsministerium.
Bisher gilt in Restaurants und Gaststätten nur eine freiwillige Selbstverpflichtung des Hotel- und Gaststättenverbands, Plätze für Nichtraucher zu reservieren.
Nach den bisherigen Erfahrungen aus dem Ausland müssten vor allem Bars, Discos und klassische Bierkneipen mit Umsatzrückgängen rechnen. Restaurants hingegen werden zu den Gewinnern gehören.
Bereits jetzt haben viele Restaurationsbetriebe gute Erfahrungen mit der totalen Verbannung des Rauchs gemacht. Über 5200 Lokalitäten präsentieren sich werbewirksam im Internet als Paradies für Nichtraucher. So sind beispielsweise alle Starbucks Cafes weltweit im Innenbereich rauchfrei. Die Gäste haben die rauchfreie Atmosphäre schätzen gelernt.
Gross war auch der Aufschrei der Raucher, als die Airlines die rauchfreie Zone über den Wolken einführten. Inzwischen gibt es nur noch ganz wenige Fluggesellschaften, die es ihren Fluggästen erlauben, während des Fluges zu rauchen.

Dienstag, August 01, 2006

Die Deutschen rauchen immer weniger

Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden hat festgestellt, dass die Deutschen immer weniger rauchen. Die Tabaksteuer wurde drastisch erhöht, aber die Steuereinnahmen gehen zurück. Die Tabaksteuer ist in diesem Jahr um 2,7% auf insgesamt 3,5 Milliarden Euro gesunken. Der Hauptgrund hierfür ist vor allem der gesunkene Absatz der Zigaretten Sticks zum Selbstdrehen.
Es ist aber nicht zu befürchten, dass die Deutschen ein Volk von Nichtrauchern werden. Der Anteil der Raucher liegt bei 24% der Bevölkerung.