Mittwoch, Oktober 11, 2006

Rauchverbot: Deutschland hinkt hinterher

Das Rauchverbot ist ein Segen für die betroffenen Mitarbeiter
Bereits nach nur zwei Monaten hat sich die Gesundheit der Kellner in Schottlands Gaststätten wesentlich verbessert. Über brennende Augen und Atemwegsprobleme klagt nur noch jeder zweite. Mediziner sind von diesem Ergebnis total überrascht.
Im renommierten Fachjournal Journal of the American Medical Association wurde unlängst eine Studie von Forschern der britischen University of Dundee veröffentlicht. Knapp 80% der untersuchten Kellner und Kellnerinnen litten vor Einführung des Rauchverbots an brennenden Augen, Atemwegsproblemen oder Irritationen in Hals und Nase. Bereits ein Monat nach Einführung des Rauchverbots waren nur noch 53% der Mitarbeiter davon betroffen. Wiederum einen Monat später litten nur noch 49% unter den Auswirkungen des Passivrauchens. Auch die Blut- und Lungenwerte der untersuchten Personen hätten sich drastisch verbessert, der Nikotingehalt im Blut dagegen sei gesunken.
Obwohl die Studie nur auf den Daten von 77 untersuchten Mitarbeitern basiert, bestätigt sie doch, was in anderen Ländern nach Einführung des Rauchverbots zu Tage getreten ist.
In Italien hatten sich nach dem Rauchverbot nach ersten medizinischen Untersuchungen die Anzahl der Herzinfarkte bei Personen unter 60 Jahren spürbar verringert.

Die in Deutschland gegen das Rauchverbot vorgebrachten Argumente erweisen sich als überaus haltlos. In anderen Ländern werden die Gesetze, die das Rauchen in Bars und Gaststätten verbieten, von der Bevölkerung zum grossen Teil akzeptiert. Ein Rückgang der Einnahmen von Gaststätten und Restaurants ist nicht festzustellen. Manche Gastronomiebetriebe haben ihre Umsätze in rauchfreier Umgebung sogar verbessert.

Bereits 2004 wurde in Irland ein komplettes Rachverbot für gastronomische Betriebe erlassen. Wie das deutsche Krebsforschungsinstitut unlängst festgestellt hat, sind Umsatzeinbussen nach der Einführung des Rauchverbots nicht feststellbar. Der überwiegende Teil der Iren befürwortet inzwischen die Einführung des Rauchverbots.
Nur in Deutschland gibt es erst wenige Gaststätten, die komplett rauchfrei sind. Der gefährliche Feinstaubanteil ist dort achtmal geringer als in verqualmten Gaststätten.